Designstudiengänge für Handwerker*innen

•  Gestalter*in im Handwerk

     3 Semester Vollzeit über 11/2 Jahre

•  Designer*in (HWK) 

     anschließend an Gestalter*in im Handwerk:
     3 Semester Vollzeit über 11/2 Jahre
     bzw. insgesamt 6 Semester Vollzeit über 3 Jahre

•  Meister*in + Designer*in (HWK)

     Meister*in im eigenen Handwerk
     + Designer*in (HWK), 2-in-1


> Bewerbung, Zulassungsverfahren, Anmeldung 


Für wen, wofür, vor welchem Hintergrund  

Unsere Designstudiengänge für Handwerker*innen sind gewerkübergreifend aufgestellt. Sie richten sich an Interessierte mit handwerklichen und handwerksähnlichen Ausbildungsberufen:

  • Tischler*in/Schreiner*in, Zimmerer und Zimmerin,
    Raumausstatter*in und Gestalter*in für visuelles Marketing,
    Metallbauer*in und Feinwerkmechaniker*in,
    Steinmetz*in, Steinbildhauer*in und Holzbildhauer*in,  
    Goldschmied*in und Augenoptiker*in,
    Maßschneider*in und Modist*in,
    Buchbinder*in, Sattler*in und Feintäschner*in,
    Schilder- und Lichtreklamehersteller*in,
    Maler*in und Lackierer*in, Glaser*in und Stuckateur*in,
    Fotograf*in, Mediengestalter*in und
    Gestaltungstechnische Assistent*in
    sowie andere mehr, bis hin zu Konditor*in
    und Musikinstrumentenbauer*in.

Abitur oder Fachhochschulreife ist keine notwendige Voraussetzung, allerdings setzen wir bei jeder Bewerberin und jedem Bewerber handwerkliches Geschick und eine hohe gestalterische Motivation voraus. Ziel sollte es sein, bessere Handwerker*innen und Gestalter*innen zu werden und eigenständiger und verantwortungsvoller arbeiten zu können als bisher.

Für viele Interessentinnen und Interessenten ermöglichen wir damit eine vielversprechende Alternative zu einem Designstudium an einem Fachbereich für Design oder auch zu einem Innenarchitekturstudium an einer Hochschule. Die Höhere Berufsbildung bei uns setzt auf eine Verschränkung von Theorie und Praxis. Handwerklichkeit, Praxisorientierung und Projektvielfalt werden bei uns großgeschrieben.

Abschlüsse und Arbeitsfelder

In unseren Designstudiengängen können drei unterschiedliche Fortbildungsabschlüsse erworben werden, alle mit staatlich anerkannten Prüfungen nach der Handwerksordnung (§ 42a HwO).

Damit bieten wir flexible Möglichkeiten für gestalterische Aufstiegsfortbildungen und Qualifizierungen zur Selbständigkeit an.

Arbeitsfelder für gestaltende Handwerker*innen und handwerkliche Designer*innen sind Produktdesign und Raumgestaltung, Projektgestaltung und Handwerksdesign, Produkt- und Projektmanagement.

Die Absolvent*innen arbeiten angestellt, selbstständig oder als freie Mitarbeiter*innen im Handwerk oder anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sehen Sie auch unsere Absolvent*innengalerie.

Förderung

Die Gebühren werden vollständig über das Aufstiegs-BAföG gefördert. Der nicht rückzuzahlende Zuschussanteil beträgt bis zu 75 %. Der monatliche Unterhaltsbeitrag während der Unterrichtszeit wird mit 100 % bezuschusst.

Sehen Sie unter dem Link auch die Möglichkeiten zur Begabtenförderung und zum Bildungsscheck NRW.

 

Info-Flyer zu den Fortbildungsstudiengängen
Aktualitätsstand: 05.10.2020
PDF-Download, 4 MB 

Tradition, Professionalität, Zukunft

Der Ansatz unserer Designschule ist – seit über 25 Jahren und in aktueller Ausrichtung – die Tradition der Werkakademien, Werkkunstschulen, Werkschulen, Kunstgewerbeschulen und anderen Designakademien einschließlich des Bauhauses fortzuführen, die es in größerer Zahl bis in die 1970er Jahre gegeben hat.

Ganzheitliches Lernen, handwerkliche Fertigkeiten, künstlerische Inspiration und professionelle Kompetenzen stehen in einem gestalterischen, handwerklich ausgerichteten Werkstudium im Vordergrund. Jedoch verändert sich Handwerklichkeit in Zeiten der technischen und kommunikativen Digitalisierung. Handwerk verändert und erneuert sich, Design ebenfalls. Unser Fokus liegt auf den Schnittmengen und Synergien dieser Neuerungen.